Das 8. Chakra, das Seelenchakra

Bild der Urzelle, Blume des Lebens
Bild der Urzelle, Blume des Lebens

 

Die Seele ist wie ein großer Fluss. Eigenes Glück strömt durch sie in gröbste und feinste Körperlichkeit hinein, weiter in die Herzen anderer, hin in den Kosmos, ergießt sich ins Meer dessen, aus dem sie kommt.

 

Heidi Weber

 

 

Funktion und Dysfunktion der Chakren

Das 1. Chakra ist die Basis des menschlichen Energiesystems,

das 2. Chakra ist die Zentrale für jeden Austausch mit äußeren Energien,

das 3. Chakra ist der Ausgangspunkt des Ich-Bewusstseins und dient der Individuation,

das 4. Chakra ist die körperliche Verwurzelung der seelisch-geistigen Vereinigung,

das 5. Chakra ist das Zentrum der Zukunftskräfte für persönlichen und spirituellen Willen,

das 6. Chakra ist die Kommunikationszentrale für persönliche und universelle Wahrheiten,

das 7. Chakra ist die spirituelle Quelle für realisierende Gedankenkräfte.

 

dazu:

 

Das 8. Chakra, das Seelenchakra, befindet sich außerhalb des Körpers eine Handbreit über dem Haupt. Es erstellt als Architekt Baupläne und Programme für die ursprünglichen Zellen des Bindegewebes. Das ist Träger allen Formbewusstseins für alle Körperzellen. Das umfängt und durchwächst wie ein kommunikatives Netzwerk alle Formgebilde aus Haut, Muskeln, Sehnen und Knochen.

Das Bewusstseinszentrum des Seelenchakras enthält die Essenz aller Erinnerungen vergangener Individuationen mit all ihren Beziehungen, durchlebten Kulturen und Religionen. Durch eine direkte Verbindung mit dem Höheren Selbst sind vorgeburtlich verabredete Lebenspläne und zukünftige Bestimmungen aufgenommen.

Der Architekt des achten Chakras erarbeitet die Zellenbaupläne auf der Grundlage der seelisch-geistigen Entwicklungsreife eines Menschen, berücksichtigt also den jeweiligen Zustand der Funktionen und Dysfunktionen aller Chakren.

Er erstellt für jegliches Wachstum Schablonen für die einzelnen körperlichen Zellen, die alle unterschiedlich geringe Lebensdauer haben und innerhalb von sieben Jahren mindestens einmal ausgetauscht werden. Beim Erwachsenen ändern sich diese Vorlagen erst nach erweiternder geistiger Seelenarbeit, was in jedem Alter einen verjüngenden Aufbauprozess bewirkt. Gibt es für eine Zellbildung keine wesentlich neuen Informationen, werden die vorherigen Zellen dupliziert, bis sie dafür nicht mehr tauglich sind und entsorgt werden. Dieser Abbau entspricht einem körperlichen Absterben.

 

Das achte Chakra ist der Sitz der Seele, die das Einzigartige jedes Menschen darstellt. Sie ist wie ein Tropfen dem Meer geistiger Energie verbunden, deren Substanz die All-Liebe ist.

Eine Seele beinhaltet alles Denken unabhängig von Inhalten, alles Fühlen unabhängig von Ereignissen und alles Wollen unabhängig von konkreten Absichten, Plänen und Zielen. Sie ist im Prinzip unsterblich aber wandelbar. Sterblich sind ihre materiellen Anhaftungen, die wie Schattenbildungen wirken und zu reinigen sind. Veränderbar und erweiterungsfähig ist das reine Bewusstsein, das aus Sicht des Höheren Selbstes wertfrei, zeit- und raumlos wahrnimmt und arbeitet.

Durch Rechtsdrehungen des achten Chakras wird die Seele ab der Konzeption in eine wach machende Verbindung mit einem sterblichen Körper geschraubt und im Schlaf-, Traum- und Todeszustand durch Linksdrehung wieder gelöst. Dieser alltägliche Wechsel hält sie in atmende Bewegung zwischen den polaren Richtungen kosmischer Weite und fokussierten Erdenverhältnissen.

 

Die Seele ernährt sich aus geistiger Substanz, die sie für lebensvolle Erfahrungen transzendiert.

Der Seele Lebenselixier ist Fühlen von Eigenschaften, die aus dem allgemein göttlichen Zustand vereinender Liebe abgeleitet werden. Jedes Heraustrennen bewirkt eine gerichtete energetische Schwingung, die durch ausgleichenden Pendelschlag immer auch eine entgegengesetzte Qualität erzeugt. Es gibt in der dualen Erscheinungswelt der Erde kein Licht ohne Schatten, nichts Gutes ohne Schlechtes und umgekehrt.

Der Seele hintergründige Aufgabe im alltäglichen Leben ist es, ihre wahre Identität zu erforschen, zu verwirklichen und auszudrücken. Das motiviert zum unermüdlichen Lernen. Ihre Tätigkeiten sind Denken und Wollen, mit dem Zweck Vergangenes und Zukünftiges im Jetzt zu erfassen und zusammenzubringen. Alle gemachten Erfahrungen existieren bewusst oder unbewusst, verarbeitet oder unverarbeitet als Erinnerungen. Nichts geht verloren!

Die Seele schafft keine eigenen Erlebnisse, sondern sie sieht, fühlt, entscheidet oder verhält sich entweder nach Erinnerungen mit ihren einschränkenden emotionalen Bedingungen  oder zukunftsträchtig nach Hinweisen ihrer spirituellen Führung.

Wählt sie Erinnerungen, bindet sie sich an persönliche und kollektive Werte der Vergangenheit und läuft Gefahr, Macht an das materialisierende Ego zu verlieren, dessen Denkweise sich über Konkurrenz und Kampf definiert. Damit tradieren sich Problemsichten über Generationen, deren negative Energien Armut, Krankheit, Krieg und Missstände verursachen.

Die Bereitschaft, sich mit unangenehmen und schmerzhaften Gefühlen eigener, familiärer oder gesellschaftlicher Lebenserinnerungen auseinander zu setzen, öffnet Wege für lichte erlösende Heilungsprozesse.

Gewinnt ein Mensch Vertrauen in seine spirituelle Führung und lernt er, sich ihren weisheitsvollen Hinweisen zu fügen, auch ohne sie gleich zu verstehen, öffnet er sich einem Leben, das liebevolle Würdigung und Gefühle von Freude, Hoffnung, Frieden, Brüderlichkeit, Erfüllung und Reichtum bereithält. Gesundung folgt.

Albert Schweitzer sagt: Die größte Entscheidung deines Lebens liegt darin, dass du dein Leben ändern kannst, indem du deine Geisteshaltung änderst.

 

Ist der Energiefluss des achten Chakras durch persönliche Lebenshaltungen eingeschränkt oder gehemmt, kann es Störungen in der Kommunikation von Seele und Körper geben. Dann verlangsamt oder kränkelt seelisches Wachstum und Reifung, was zu körperlichen Absterbeprozessen führt.

Eine gestörte Kommunikation von Seele und Höherem Selbst bewirkt geistige Mangelernährung. Seeleneigenschaften können sich verhärten, was Ängste erzeugt, die Seelenenergie vernichten. Solche Betroffenen verlagern meist ihre Wachheit und Problemsichten nach außen und auf andere, fühlen sich von ihrem Umfeld bedroht, gebärden sich angreifend, kämpferisch und entwickeln mit unsensiblem Einfühlungsvermögen ein starkes Kontrollbedürfnis.

 

Ein funktionstüchtiges Chakrensystem hält das Energiesystem als Ganzes im gesunden Fluss. Dabei finden auf jeder Ebene Reinigungen von vom Ego verursachten Schattenenergien statt. Nach innerer Arbeit werden erhöhte Schwingen herausgefiltert und weitergeleitet. Im Seelen-Chakra verbrennt letztendlich im geistigen Feuer, was noch nicht völlig selbstlos, also schattenfrei ist. Verbleibende rein geistige Substanz ernährt das Höhere Selbst.

 

Der Übergang vom Kronenchakra zum Seelenchakra ist ein besonderer Ebenenwechsel, der das Bewusstseinszentrum von trennender Gedankenkraft auf vereinende Kräfte der Liebe verlegt. Ein gut funktionierendes achtes Chakra öffnet spirituellen Kräften den direkten Zugang zur inneren Quelle im Herzen eines Menschen.

Dieser Wandel der Bewusstseinsentwicklung wurde für die Menschheit eingeleitet vom Christus-Impuls. In den letzten zweitausend Jahren haben geistige Kräfte global diese Entwicklung in Menschen vorbereitend begleitet und ab dem 21. Jahrhundert die Verwirklichung für alle Menschen für ihre Individuation endgültig freigegeben.

(s. Buchtipps: Drunvalo Melchizedek, Schlange des Lichts, jenseits von 2012,...)

Diese Freiheit sollte achtsam und sorgfältig geistig reifend genutzt werden, denn spontanes oder mutwilliges Öffnen des achten Chakras überfordert die Seele und kann sie bis zur Lebensuntüchtigkeit verwirren.

 

Das Seelenchakra bewegt spirituelle Energien einer ewig fließenden Unendlichkeit, für die Gesetze 'wie oben so unten', 'wie innen so außen' gelten, in der es keinen Stillstand und keine Wirkung ohne Ursache gibt. Seine Aufgabe ist es, wie in einer Lemniskate, einer liegenden Acht mit einem Kreuzungspunkt, irdische und kosmische Kräfte in ein Fließgleichgewicht zu bringen. Das gilt für alle Bewegungen auch in Bezug auf Macht, Erfolg und Geld.

In der Balance zwischen den Kräften einschränkender Netzwerke von Regeln und Richtlinien und zukünftiger Möglichkeiten gewinnt ein Mensch die Freiheit selbstverantwortlich sein Leben zu gestalten.

(Der stille Wandel, Freiheit, S. 178 ff)

Balancestörungen, auf welcher Ebene auch immer, wecken im Menschen Bedürfnisse nach Stützen durch Sicherheit, Richtlinien und 'rechter' Ordnung, die sozialen Prothesen gleichen.

Stephen Levine meint: Sicherheit ist der unsicherste spirituelle Weg, den Sie wählen können. Sicherheit lässt sie abstumpfen und verkümmern. Die Menschen sind überrascht, wenn für sie der Zeitpunkt zu sterben gekommen ist. Sie haben sich so selten erlaubt zu leben.

 

Aus der Perspektive des Höheren Selbst schaut ein innere Betrachter,  wie sich das Leben mit seinen Dramen entfaltet, ohne sich hineinziehen zu lassen. Er fühlt sich eins mit der Welt, identifiziert sich aber mit den Mysterien, nicht mit den Manifestationen. Denken wird von ihm übernommen und ist ganzheitlich von reiner Form und realisierender Liebeskraft.

Im Energiefluss des achten Chakras fühlt sich ein Mensch dem schöpferischen Gottes-Prinzip vereint. Ihm ist der Bereich der Archetypen der Schöpfung direkt zugänglich, daraus erhält er Bilder und Informationen ursprünglichen Seins, bisherige Entwicklungswege, Erfahrungen und spirituelle Pläne. Dieses Wissen kann er schöpfen ohne es aufbauend erworben zu haben. Dann fließt göttlicher Reichtum wie 'unser täglich Brot' durch unsere Seele. Damit wirken wir im Fluss göttlicher Vorsehung verändernd auf die Welt.

 

 

maria goras

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

So

10

Jan

2016

Das Siebte Große Prinzip des Kybalion heißt Duale Einheit

 

 

Doch stellt euch vor, eure empfindsame innere Künstlerin mit all ihren wundervollen Ideen würde mit eurem inneren Männlichen zusammenarbeiten. Künstlerin und Manager zusammen wären ein nicht aufzuhaltendes erfolgreiches Team!

 

Doreen Virtue

mehr lesen 0 Kommentare